🇦🇺 2017 West-Australien – Tag 3 – Insel Rottnest

Irgendwie konnte ich vom dritten Tag in Sydney keine Bilder finden und auch vom vierten Tag keine. Wahrscheinlich gab es tatsächlich keine Bilder. Am dritten Tag in Sydney hatten wir uns an der Uni zum Mittagessen mit der Gruppe getroffen.

Danach sind wir mit dem Taxi in Richtung Coogee Beach gefahren, was in Anbetracht der Zeitersparnis und der doch gar nicht so hohen Kosten mit irgendwas um die 25$ doch wesentlich bequemer war. Von Coogee gings für mich nun zum dritten Mal nach links in Richtung Bondi-Beach den legendären Beachwalk entlang. Das Wetter war gut auch wieder recht warm. Wie immer waren dort recht viele Läufer unterwegs. Wir ließen uns recht viel Zeit auf dem Weg und bis Bondi-Beach brauchten wir eine Weile.

Bei Bondi Beach war der Postkartenpool diesmal leer und völlig verdreckt. Ich wollte noch den schönen Infinity-Pool zeigen aber da war nur diese Dreckbrühe drin. Da grad die Saison anfing wurde der wohl mal sauber gemacht. Allerdings war der auch im Winter in Betrieb. Von Bondi-Beach gings dann wieder mit dem Taxi zurück nach Zetland. Im Hotel sind wir noch runter in den Pool, wobei mir das Wasser im Pool zu kalt war und ich mich in die Jacuzi legte. Da wir den nächsten Tag nach Perth mussten beedeten wir den Tag auch wieder recht zeitig. Am vierten Tag ging es also nach Perth gegen Mittag. Zu zweit lohnt es sich nicht die Koffer 20 min zur U-Bahn zu schleppen und dann jeder 20$ zum Airport zu zahlen. So haben wir wieder gleich ein Taxi genommen und sind für 25$ bequem zum Airport gekommen.

Der Flug war mit Virgin Australia Sydney nach Perth, diesmal von Terminal 2. Irgendwie waren wir viel zu früh da. Wahrscheinlich war das weil wir 1000 das Hotel räumen mussten und der Flug erst gegen 13.30 ging. Nach dem Gepäck einchecken lümmelten wir noch eine Weile in der Haupthalle rum, wobei es draussen schon wieder richtig warm geworden war. Irgendwann sind wir dann rein und zum Gate. Am Gate waren einige Leute schon da und der Flug dann schon richtig voll. Insgesamt wirkte Virgin Australia schon etwas älter aber ok.

Der Flug dauerte irgendwas um die 5h oder fast sechs. Von der Luft aus sah der Überflug über die gesamte Länge von Südaustralien immer gleich aus. Der Name “roter Kontinent” passt das schon völlig. Trotzdem aber immer gleich. Später gabs mal bisschen Abwechslung kurz vor Perth mit interessanten leeren Küstenabschnitten. Der Flughafen in Perth war recht leer und ziemlich provinziell wirkend. So gut wie keine Menschen unterwegs. Draussen sahs auch nicht viel besser aus, nur die Sonne brannte brutal runter. Wir gingen zur Verleihfirma um das Auto abzuholen und mussten erstmal recht viel Zettelkram erledigen und vor allem wegen den Leuten vor uns noch warten.

Zur Sicherheit schlossen wir eine Versicherung ab die uns noch zusätzlich irgendwas von 700 Euro kostete. Interessanterweise war der Betrag des Autos nicht vollständig bezahlt. Ich dachte das wäre mit der Buchung vollständig gewesen. Ich konnte allerdings auch keine Rechnung finden auf der der Mietwagenpreis stand. Das war schon etwas seltsam. Die Versicherung sollte sich später noch als Glücksfall erweisen und ich empfehle die Versicherung tatsächlich dringend. Der Selbstbehalt der normalen Versicherung war irgendwas von um die dreitausend Dollar und die Versicherung senkte das auf Null. Das Problem mit Western Australia ist, dass es immer ein ziemliches Glücksspiel ist dass man sein Auto auf so einer langen Tour nicht beschädigt weil da tatsächlich immer was passieren kann.

Wir sind durch Gestrüpp gefahren oder durchs Gelände. Viel schlimmer ist allerdings das ständig irgendein Tier vors Auto springen kann. Ich hatte später auf einem Parkplatz einen Metallpfeiler umgefahren und so die Versicherung ausgenutzt. Abgesehen von den vielen Kratzern der Buschfahrten. Das Auto war ein Toyota RAV4 Allrad und am Anfang war der Linksverkehr schon recht gewöhnungsbedürftig. Allerdings ging das weniger problematisch als ich mir das gedacht hätte. Die ersten Kilometer waren noch recht schlimm, aber nach drei Tagen war das dann komplett drin. Später und auch jetzt nach 6 Wochen nach dem Fahren im Linksverkehr hab ich in DE immer wieder kurzzeitig Probleme auf welcher Seite ich beim Auto einsteigen soll oder auf welcher Strassenseite ich fahren soll.

Ich hatte das Gehirn vier Wochen trainiert links zu fahren und immer schön nach rechts zu schauen und auch rechts in Auto einzusteigen. Jetzt gibts halt ab und zu mal Konflikte. Wir hatten vom Flughafen erstmal ca. 35 km nach Coogee (Diesmal bei Perth) zu fahren. Zum Glück hatte ich mir vorher schon die Adresse im OSMAnd gespeichert. Zwischendurch machten wir noch Halt an einem Coles und holten einen Karton Bier und etwas Wein. Bei B schließlich recht ohne Probleme angekommen gabs gleich erstmal ein Bier in die Hand gedrückt. Wir bezogen den ersten Stock und nach dem Auspacken gings auf die Terrasse zum Unterhalten. An dem Abend machten wir erstmal Planugn wo es in etwa hingehen sollte.

Mir war immer noch nicht klar, ob nach Süden oder nach Norden. Also entweder im Uhrzeigersinn oder anders herum. Das sollte dann der nächste Tag entscheiden. In Perth merkte man schon den Unterschied im Wetter. Tags war immer Sonne und brutal Warm. Abends konnten wir schon nicht sehr lange draussen sitzen weil es zu kalt wurde und vor allem windig. Wir beschlossen erstmal am nächsten Tag mit der Fähre nach Rottnest zu fahren.

Rottnest kennt wahrscheinlich niemand weiter auf der Welt. Ich hab erst im Jahr 2016 von der Insel erfahren als ich die Reiseberichte der Entdecker um die Südsee und Peron gelesen hatte. Dort war immer die Rede von Rattennest, also wir fuhren nach Rattennest und so und ich konnte mir erst keinen Reim drauf machen was das sein sollte bis ich erkannte das das diese Insel ist. Die Insel wurde nach den Quokkas benannt die wie große Ratten aussehen und die dort unübersehbar überall sind. Fährabfahrtsszeiten gabs auch online, so dass wir den nächsten Tag recht früh in Richtung Freemantle Hafen aufbrachen. Vorher war es im Haus nachts noch recht warm gewesen.

Früh war nicht so richtig viel los in der Gegend von Freemantle. Wir parkten irgendwo ziemlich im Stadtzentrum am Hafen aber nicht direkt davor. Wir spazierten durch den Park, woberi uns einer der wahrscheinlich Kiffte freundlich grüßte. Am Hafen war die Fähre auch schon da und wir lösten zwei Tickets für vielleicht 50$ pro Person. Die Fahrt brachten wir draussen auf dem Hinterdeck zu und glotzten durch die Gegend. Vom Hafen konnte man Rottnest kaum sehen. Insgesamt dauerte die Fahrt auch bestimmt eine Stunde. Rotnest machte schon am Hafen den Eindruck von einer Insel in der Südsee. Recht idyllisch und nicht viel los.

Wir wollten uns Fahrräder leihen und sind zu einem recht großen Fahrradverleih. Auf der ganzen Insel gibts nur Fahrräder oder einen Bus. Ich hätte fast ein E-Bike genommen, wurde aber doch wieder auf ein normales Rad umgelenkt. Auch die Insel fingen wir an im Uhrzeigersinn zu umfahren. Kurz am Ende des kleinen Hauptortes sahen wir dann auch den ersten Quokka. Eigentlich hätten wir die gleich am Hafen sehen können aber wir dachten da gar nicht dran. Später waren die da überall um Futter zu schlauchen. Die Radfahrt brachte mich ins Schwitzen weil die Temperaturen und die Sonnenstrahlung wieder extrem wurden.

Die Landschaft war äußerst interessant anzusehen. Im Innern der kleinen Insel war es trocken, teilweise sumpfig und am Rand waren unzählige kleine oder größere Strände oder Felsen in Abwechslung. Durch den weißen Sand mit dem absolut klaren Wasser war das Wasser absolut türkis. Irgendwann machten wir an einem interessanten Strand halt und testeten mal das Wasser. Das war nicht so recht warm aber ging schon weil es draussen recht warm war. Dann gings wieder weiter. Auf einem Felsen im Wasser war ein Nest mit Vögeln wie Adlern. Wieder gabs viele leere Strände. An einem weiteren Strand machten wir halt und erholten uns dort kurz. Dann gings wieder in die kleine Stadt zurück um auf der anderen Seite entlang zu fahren.

Vorher gingen wir aber noch was Essen im sehr kleinen Zentrum. Zwischen den Tischen waren überall Quokkas um sich dort die Essenreste zu sichern. Weiter ging es dann auf der anderen Seite der Insel. Es gab Bungalows, kleine Ferienhäuser und recht viele Boote und Yachten sowie Radfahrer. An einem besonders hübschen Strand machten wir wieder halt. Das Wasser war immer noch nicht weiter wärmer aber ging schon mal kurz. Draussen war es aber extrem warm, insbesondere die Sonnenstrahlung war stark. Hier bekam ich wohl wieder einen Sonnenbrand, aber nicht zu stark.

Insgesamt machte die Insel einen recht interessanten Eindruck. Gegen 1700 machten wir uns wieder mit der Fähre auf den Rückweg und schon mal etwas vom Wetter lädiert. Nach kurzer Autofahrt waren wir auch wieder zurück bei B und ich bekam wieder ein Bier in die Hand gedrückt. Danach gabs wieder Gespräche bei absolut hervorragendem Wein und diesmal war klar das wir den nächsten Tag nach Norden fahren sollten. Eigentlich war ich die ganze Zeit gegen eine Fahrt nach Norden. Der Grund dafür ist ganz einfach dass immer davon abgeraten wird im Sommer nach Norden zu fahren weil die Bedingungen zu streng sind.

Ich hatte allerdings den Wetterbericht gesehen und der verhieß eine Art von Wintereinbruch im Anfang des Sommers im Dezember in Perth mit Sturm und niedrigen Temperaturen so dass wir nicht in Richtung Esperance fuhren und dann hoch nach Norden oder weiter nach Osten. Wir wollten eigentlich nicht frierend im Zelt zubringen.


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