🇦🇺 2017 West-Australien – Tag 1 – Sydney

Ich hatte uns in den Meriton Suites Zetland in Sydney ein Appartment gebucht, eigentlich das gleiche was ich sonst auch immer hatte. Im 22 Stockwerk mit Blick Richtung Blue Mountains.

M. kam schon früh gegen 0700 mit dem Flieger an und ich musste zum Flughafen zum Abholen. Vorher hatte ich mir noch die ankommenden Flüge bei Flightradar angesehen. Der Flughafen macht um 0600 auf und sie war damit eine der ersten Maschinen. Ich fuhr mit der Bahn zum Flughafen um mir das Taxigeld zu sparen. Dabei musste ich feststellen, dass die U-Bahn mit ca. 14$ bei den drei Stationen wesentlich teurer war als sonst zu anderen Zielen. Das relativiert die Taxikosten von 30$ mit zwei Personen sehr stark, da ich vorher ja auch ein gutes Stück laufen musste. Ich wartete am Flughafen eine Weile und schaute den ganzen Menschenmassen am Ausgang zu. In Australien begann grad der Sommer und die meisten kamen aus dem Norden aus China oder Japan um die Zeit.

Außerhalb des Gebäudes war auch ein Weihnachtsbaum aufgestellt, der aber etwas Deplatziert wirkte mitten in der beginnenden Hitze des Tages. M. rief mich irgendwann auf dem Telefon an und fragte wo ich steckte. Sie war schon am Weihnachtsbaum und ich war eigentlich die ganze Zeit am Ausgang. Irgendwie war sie an mir vorbeigekommen ohne dass ich sie gesehen hatte. Wir nahmen uns draussen gleich ein Taxi, was auch sofort immer gut klappt ohne warten zu müssen und fuhren erstmal Richtung Hotel um die Sachen abzuladen. Nach einer Erfrischung ging es auch gleich weiter wieder zu Fuß zum Green Square und dann mit der Bahn in Richtung Botanischer Garten. Der Botanische Garten kann zu Fuß von der Haltestelle Museum erreicht werden und ist nur drei Haltestellen vom Green Square entfernt.

Im Botanischen Garten machten wir einen Rundgang durch die ganzen verschiedenen Bereiche. Anders als noch einige Wochen vorher oder gar im Winter war jetzt viel mehr an Blüten zu sehen und obwohl es Sonntag war, waren auch nicht so viele Menschen dort unterwegs. Bei den Sukkulenten waren diesmal überall Zigarettenschachtelgroße Spinnen. Vor einigen Wochen waren die dort noch nicht. Der Wurstbaum (https://en.wikipedia.org/wiki/Kigelia) hatte auch nur noch zwei Früchte und war aber schon wieder am Blühen begriffen. Der Wurstbaum war grad Baum des Monats und ich hatte mich letztens noch gewundert was daran so toll sein soll bis ich die riesigen Früchte gesehen hatte. Eine lag auch unten und war zig Kilo schwer.

Wenn man den Botanischen Garten durchgeht bis zur Landspitze, hat man einen wunderbaren Blick auf die Bucht von Sydney. Links die Oper und die Innenstadt, geradeaus die Nordstadt und rechts der Blick Richtung Meer. Dort begaben wir uns hin und es waren wieder eine Menge an Leuten dort um Fotos zu machen. Wenn man das dort nicht kennt, dann verpasst man was. Zumal der Botanische Garten kostenlos ist und unglaublich viele Pflanzen aus der ganzen Welt hat, aber vorrangig welche aus Ozeanien, also auch aus der Südsee. Links kommt man dann am Wasser in Richtung Oper und dahin bewegten wir uns langsam.

An der Oper waren wie immer am Sonntag unglaublich viele Menschen und wir mussten uns an den Anlegestellen (https://de.wikipedia.org/wiki/Circular_Quay) möglichst Außen vorbeischieben. Am First Fleet Park wird es dann immer etwas ruhiger und dort sind auch die Musikanten. Diesmal war wieder ein Kreuzfahrtschiff da und wenn ich mich recht entsinne die Voyager of the Seas. Es gibt noch das Schwesterschiff die Explorer of the Seas, die zwei Tage später da war. Das ist insofern Bemerkenswert, weil wir das Schiff auslaufen haben sehen und dann war es den nächsten Tag wieder da. Aber es war das andere.

Eins von den beiden Schiffen machte mal etwas Bekanntheit durch den Ausbruch des Noro-Virus irgendwo bei Miami. Nach einem kurzen Gang durch “The Rocks” also die Altstadt suchten wir uns eine Fähre in Richtung Manly (https://de.wikipedia.org/wiki/Manly). Die Fähre nach Manly ist immer eine ganz große Fähre und wir mussten auch nicht lange Warten. Das mit den Fähren klappt ganz wunderbar genauso wie U-Bahn oder Bus fahren. Schauen wo man hin will, Dock aussuchen, Opal-Karte ans Gate halten und einsteigen und losfahren.

Die Fähren sind vergleichsweise billig und werden wegen der fehlenden Brücken auch ständig genutzt. In Sydney gibts nur eine Brücke. Gerade nach Manly ist die Fahrt auf der Fähre immer recht interessant. Diesmal und weil Sonntag war, war die Fähre recht voll. Das heisst das wir draussen nicht die Premiumplätze mit Blick in Fahrtrichtung hatten aber trotzdem draussen irgendwo rumsitzen konnten. Die Fahrt geht durch die halbe Bucht von Sydney und man hat einen Überblick was so auf dem Wasser passiert mit den ganzen Bootsfahrern, Frachtern, Seglern, Yachten, Häuser und Parks am Ufer.

In Manly angekommen gingen wir durch das enge Stadtzentrum in Richtung Strand auf der Seite vom Meer. Manly ist schon recht interessant, weil dort wo man ankommt ist auch ein kleiner Strand in Richtung Bucht von Sidney mit ruhigem Wasser und läuft man zehn Minuten dann hat man auf der anderen Seite der Halbinsel den großen Strand zum offenen Meer hin. Im kleinen Stadtzentrum war einiges los. Wie üblich in Australien hatten alle Geschäfte offen und viele Surfer und Partyleute waren unterwegs. Irgendwo spielte eine Kapelle in Weihnachtskostümen Village People Songs.

Der Strand war zwar voll aber für Sydney typisch untergliedert. Das muss man erstmal wissen. Baden ist nur zwischen den Fahnen erlaubt. Die Fahnen! Dort gibts Rettungsschwimmer und oftmals ist der Bereich wirklich sehr eng. Ich hatte schon mal einen Bereich von nur 10 Meter Breite gesehen, obwohl der Strand fast bis zum Horizont ging. Hier waren über die 1 km Strand auch nur gerade mal zwei mal 50 m Strand zwischen den Fahnen und dort tummelten sich vorrangig Kinder im flachen Wasser.

Anfang Dezember ist das Wasser noch zu kalt, obwohl weit über dreißig Grad Lufttemperatur waren. Ich glaube die Wassertemperatur war irgendwas von 22 Grad. Surfer können auch außerhalb der Fahnen sein und haben meist Neoprenanzüge wegen der langen Wartezeiten auf die Welle. Die Fahnen sollte man wirklich berücksichtigen weil es dort an den Stränden tückische Strömungen gibt bei denen es leicht ist nicht wiederzukommen. Die meisten Menschen sterben nicht durch Haie sondern durch die Strömungen. Der Strand war trotz des moderat kalten Wassers voll mit Menschen und wir gingen irgendwann wieder zurück und durch die Geschäfte. Irgendwann nahmen wir dann auch wieder die Fähre zurück und beendeten nach einem Einkauf den Tag wieder zurück in Zetland recht zeitig weil wir beiden sowieso noch Jetlag hatten.


Zum nächsten Tag…

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