🇨🇳 2012 China – Tag 2 – 01.06.2012 – Xingcheng

Gegen 0800 aufgestanden. Der kläffende Hund von der Nacht war durch einen jüngeren kläffenden ausgetauscht worden. Das Fenster ging nicht zu, störte aber nicht.

Zum Glück hatte ich vorher Cappu gekauft, so dass es etwas kaffeeähnliches zu trinken gab. Die Dusche war im Bad ohne irgendwelche Begrenzungen, so dass ich das gesamte Bad nass machte. Vorher musste ich noch ewig warten bis heißes Wasser kam. Im Hotel hörte ich so gut wie niemanden. Ich bezahlte unten für einen weiteren Tag und ging in Richtung Bahnhof um mir eine Fahrkarte nach Tianjin zu kaufen.

Zwei Schalter hatten geöffnet und davor gab es ein große Menschenmenge, die jedoch recht schnell abgearbeitet wurde. Mit Hilfe vom LP konnte ich problemlos eine Karte kaufen. Wohin? Wann? Ausweis und Geld. Danach ging ich Richtung Altstadt. Davor war eine Strasse die frisch geteert wurde. Auf der frischen Asphaltschicht bewegten sich schon die Fußgänger,Autos und Lastkraftwagen, obwohl die Schicht noch dampfte. Auf der Strasse vor dem Tor gab es zahlreiche Metallwarenbuden. Das alte Tor sah von der Nähe her nicht sehr spektakulär aus und der Bereich darum war auch recht zugemüllt. Im Innern der Mauern gab es zahlreiche kleine Geschäfte und zwei sich kreuzende lange Ladenstrassen. Im Zentrum war ein alter Turm. In den Geschäften gab es vorrangig Zeugs des täglichen Bedarfs zu kaufen.

Billiges Plastik, Motorroller und Vasen. Die Hauptstrasse war teilweise aufgerissen. Insgesamt war die Stadt aus dem 14. Jh. nicht sehr sehenswert, da es einfach nichts weiter zu sehen gab. Ich ging geradeaus durch die alte Stadt in Richtung Strand. In einem Obstladen kaufte ich 2kg Bananen, die kurz darauf am Strassenrand verspeiste. Am Strassenrand wurde nganze Stadtviertel auf einmal neu gebaut. Bis zum Strand sollten es 5 km sein. Das Wetter wurde mittlerweile immer schlechter und sah nach Regen aus. um Bilder zu sortieren und hochzuladen. Die Strasse führte teilweise durch fast nichts. Auf dem Gehweg konnte man die schlechte Baukunst betrachten. Wenn etwas gebaut wurde, dann war es teilweise so schlecht, dass es schon wieder defekt war. Neue Granitplatten waren zerbrochen und ganze Gehwegteile fielen einen Hang herunter.

Auf der linken Seite war eine Handelsschule, die sich auf einem riesigen freien Areal befand und dessen Zentrum ein Hochhaus war. Auf dem Hochhaus war eine riesige Uhr, die nicht ging. Ganz links an Beach 1 genanntem Strand befanden sich die Fähren. Kleine Buden verkauften in Becken schwimmend Muscheln. Alles sah recht vermüllt aus. Weiter in der Mitte des Strandes war als Kontrast ein Luxushotel. Der Strand selbst wurde von Leuten in gelben Westen ständig sauber gehalten. Zahlreiche einheimische Touris ließen sich am Strand fotografieren. Mittlerweile hatte es leicht geregnet und es war windig und kalt. In Aquarien schwammen Fische, die Kinder mit kleinen Angeln fangen konnten.

Der Ort soll im Sommer bei vielen aus dem Landesinneren beliebt sein. Zu der Zeit war aber nichts weiter los. Ich hatte recht schnell genug und ging die Zentrale Straße von Beach 1 in Richtung Stadt zurück und fragte ein Taxi. Die sonst festen 8Y für die ersten Kilometer liefen sofort weiter, obwohl noch gar keine 3 km gefahren waren. Bis zum Eingang der Altstadt kostete es dann auch genau 20Y. Generell war der Ort viel weniger Wohlhabend als Dalian, jedoch konnte man nicht von einem armen und verkommenen Ort sprechen. Ich machte noch schnell ein Bild vom östlichen Tor und ging in den ersten Laden um mir Kippen und ein Getränk zu kaufen. Kippen und Getränk sollten 35Y kosten. Das war mir zu blöd und ich ging einfach wieder. Hatte sie halt Pech gehabt.

Jenseits der Hauptstrassen gab es einen kleinen Laden der normale Preise hatte, so dass ich für Kippen und Getränk 15Y zahlte. Ic hverließ die langweilige Altstadt wieder zum westlichen Tor hinaus. Die Strasse war mittlerweile zur Hälfte fertig geworden. In der Nähe des Bahnhofes holte ich mir Gebäck und Nudeln für den morgigen Tag, setzte mich eine Weile zu der geteerten Strasse und ging aufs Zimmer abmatten. Gegen 1800 ging ich noch mal raus, wo sich jedoch nichts weiter geändert hatte in der langweiligen Stadt. Ich ging deshalb wieder aufs Zimmer.


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