🇪🇸 2010 Barcelona – Tag 2

Gegen 0600 wurde ich geweckt, mit der Bemerkung, dass mein Wecker seit einer Stunde klingelt. Ich hab irgendwas von Telefon in meiner Hosentasche gefaselt und den Wecker ausgemacht. Zumindest dachte ich das, da der prompt nach 5 Minuten wieder anfing und ich wieder geweckt werden musste. Gegen 0930 bin ich durch das laute Schnarchen im Raum aufgewacht. Mittlerweile waren die anderen da und machten ordentlich Schlafkrach. Ich bin kurz ins Bad zur Morgentoilette und danach los um nicht unnötig Zeit durch Schlafen zu verlieren. Also losgestürzt auf die Straße und nach rechts weiter in Richtung Gracia abgebogen. Einfach zu Fuß die Straßen halbwegs geradeaus Richtung Park Güell. Womit ich nicht gerechnet hatte war, dass es immer steiler bergauf ging. Kurz in nen Supermarkt um Saft zu besorgen.

Irgendwann ging es kurz vor Park Güell richtig steil, was allerdings praktischerweise mit Rolltreppen unterstützt wurde. Ich hab wahrscheinlich noch nie Rolltreppen mitten in der Stadt zum bewältigen eines Hangs gesehen. Sehr praktisch. Im Park hat sich auch eine Menge von Menschen bewegt. Gleich zu Beginn gab es auch einen guten Überblick über die Stadt bis zum Horizont, wo nur noch Meer war. Im Park gab es die üblichen Tandler mit Schmuck und Zeugs auf Decken ausgebreitet. Ohne sie zu beachten ging ich weiter bergauf zu irgendeinem gemauerten Ding. Dort war der Ausblick noch ein wenig besser um einige Fotos zu machen. Weiter ging’s wieder nach unten Richtung dem gemauerten Platz, der sehr nett gemacht ist und an dessen Rand sich die gewundene endlose Bank erstreckt.

Auf dem Platz waren zahlreiche Menschen u.a. auch einige Gaukler und Musiker die irgendwie Geld verdienen wollten. Noch einige Fotos davon gemacht und weiter ging es wieder runter Richtung Gracia und weiter zu Fuß zur Sagrada Familia. Zwischendurch wurde noch eine kleine Pause an einem Eckladen gemacht um etwas zu Essen und einen Kaffee zu trinken. Der Platz war ein typischer achteckiger Platz. Hier trat zum ersten Mal mein Mangel an Spanischkenntnissen zu Tage, da der Mensch dort kein Englisch konnte. Ich bestellte ein Sandwich mit Käse und den Kaffe, setzte mich draußen hin und holte den Langenscheidt Spanisch Traveller Helper raus um darin bisschen dazuzulernen. Das erste was ich lernte war was für unterschiedliche Kaffeearten gibt und wie sie bezeichnet werden. Merken konnte ich mir allerdings nur mit und ohne Milch. Das Sandwich, was Lord Sandwich zum Grabumdrehen gebracht hätte, hat mit dem Kaffee hat 5€ gekostet.

Weiter ging es den verbliebenen Block zur Sagrada Familia. Das Gebäude ist recht versteckt, wenn man sich in unmittelbarer Nähe befindet, da die Häuser der Blocks die Sicht versperren. Erst einen Block vorher konnte ich sie sehen. Auf dem Block der SF befanden sich Unmengen von Menschen. Von weitem war eine Schlange rund um die SF sichtbar, was auch meinen ursprünglichen Plan sie zu Besichtigen zunichte gemacht hatte. Das Gebäude ist wirklich beeindruckend, wobei aber wohl niemand mehr so richtig weiß was von den ursprünglichen Plänen von Gaudi stammt. Weiter ging es wieder zu Fuß Richtung Strand, möglichst geradeaus ohne irgendwelche verschlungenen Pfade zu nehmen. Im Park war nicht viel los.

Es gab einen Kindergeburtstag auf der Wiese, die eigentlich nicht betreten werden sollte. Überall waren aber Leute auf der Wiese. Der Park wurde Richtung Strand rechts verlassen und links umrundet. Nach ewigem Laufen, die Füße taten mir schon weit früher auch nach dem Marsch vom Vortag Schmerzen, erreichte ich Port Olympic. Etwas versteckt lagen in einem Park einige Homeless People und schliefen. Am Strand liefen recht viele Menschen entlang. Es war auch recht warm in der Sonne. Die Temperaturanzeige am Strand sagte 16 °C, was aber in direktem Sonnenschein mit zahlreichen dicken Klamotten an doch deutlich wärmer erschien. Einige Strandbars hatten auch offen und servierten meist Fisch. Allerdings war das Preisniveau recht astronomisch bei oftmals 25 €. Einige Beachvolleyballes spielten im Sand, ein paar Deutsche machten seltsame Filmaufnahmen am Strand, an dem ich kurz für zwei Kippen gehalten hab um ins Meer zu glotzen, das doch recht brachial an den Strand schlug. Der Strand war außerordentlich gut ausgestattet. Es gab duschen mit Sitzen, zahlreiche Fitnessgeräte für Dauerläufer und viel Kinderspielzeug. Der Strand war auch frisch begradigt worden, so dass kaum Fußspuren zu sehen waren. Am Horizont gingen zahlreiche Schiffe vorbei und einige Windsurfer versuchten sich bei ihrem Sport, wobei die mehr standen und oftmals vom Brett fielen. Ein Surfer versuchte auch vergeblich auf eine Welle zu kommen.

So groß waren sie nun auch wieder nicht dachte ich bei mir, aber der Surfer harrte in seinem Anzug Ewigkeiten aus um eine Welle zu erwischen, die dann doch nicht kam. Weiter ging es Richtung Norden bis zum Ende des Strandweges. Zahlreiche Flanierer begleiteten mich. Am Ende wieder umgedreht um jetzt mal doch was zu essen zu finden. Meine Kippen gingen auch langsam dem Ende entgegen und es wurde auch schon 15.00 Uhr. Zu Beginn des Strandes bei Port Olympic hatte eine Strandbar direkt am Strand offen. Da gab’s was zu Essen und Bier. Ich bestellt mir ein großes Bier vom Fass und wollte mich in nen Liegestuhl setzen, hatte dann aber irgendwie doch keinen Bock mich darin niederzulassen und setzte mich an einen Tisch.

Dort wurde bei dem Bier und den restlichen Kippen erst mal gechillt und weiter am Strand geglotzt, wobei es auch langsam spürbar kälter wurde. Ein Blick in den einsamen Planeten verriet, dass die nächste Metro wohl die werden würde, von der ich gekommen bin. Ich entschied mich nun etwas von dem einen Bier benebelt am Strand wieder Richtung Süden zu gehen. Vorbei ging’s wieder am Port Olympic mit einem seltsamen Hotel, das im Erdgeschoß einen See hat und auch einen Wasserfall vom ersten oder zweiten Stock. Brauch ich nicht. Nach ewigem Gelaufe bin ich dann durch total zugebauten Sandstrand an der Metro Barceloneta angekommen. Dort gab’s auch wieder Kippen, wovon ich mir eine gönnte, bevor es auf dem vollen Platz runter in die Metro ging. Mit der Bahn ging’s nach zur Station Catalunya. Dort waren unheimlich viele Menschen auf dem Platz zum Samstagabend. Alles war auch weihnachtlich geschmückt, so dass ich davon ausgehen musste, dass sich die Leute wegen Weihnachtseinkäufen dort befanden. Irgendwie hat es mich in ein Kaufhaus reingesogen, aus dem ich mich wieder schnellstens befreit hatte, nachdem ich festgestellt hatte, dass ich dort rein gar nichts will. Wieder den einsamen Planeten befragt wo ich noch hin kann. Ich hatte mich entschlossen ins Cosmocaixa zu fahren.

Das ist ein wissenschaftliches Museum, das zahlreiche Anfahrthürden beinhalten sollte. Das Museum sollte bis 2000 auf haben. Es war ca. 17.00 Uhr und bereits dunkel geworden. Auf den Straßen rund um Catalunya war alles voller Leute. Ich versuchte mir klar zu machen wie ich mit der Bahn zu dem Museum kommen sollte. Das sollte allerdings keine normale Metro sein, sondern eine Metro von einer anderen Gesellschaft. Ich hab versucht eine Zeitungsverkäuferin zu fragen wo das Ding abfährt, konnte mir aber nur den Anfang der Erklärung merken. In der normalen Metro war auch ein Uniformierter, der mir den Weg erklärt hat, wo ich wieder nur den Anfang merken konnte. Irgendwie bin ich dann wieder raus und Richtung Rambla, wo ich dann zufälligerweise den Einstieg zur Bahn gefunden hatte. So schwer war das nun wieder auch nicht, nur an der Beschilderung muss noch bisschen gearbeitet werden.

Die Bahn kam auch gleich nach 10 Minuten, die Fahrt dauerte auch 10 Minuten. Aus den Tiefen der Untergrundbahn ging es ewige Stufen wieder ans Tageslicht, was allerdings schon längst nicht mehr da war. Erst mal kurz wieder auf der Planetkarte Peilung verschaffen und über die Straße Richtung bergauf. Dort sollte eine ewig alte Straßenbahn bergauf in Richtung des Museums fahren. Straßenbahnschienen waren da und auch eine Haltestelle mit Aushang. Leider war ich mit nun 1720 zu spät für die letzte Fahrt der Straßenbahn bergauf. Also Kippe an und gewohnt zu Fuß hoch. Wieder ein unglaublicher Verkehr auf der Straße. Irgendwann kam mir die Bahn entgegen von oben. Sie war bis auf den letzten freien Stehplatz gefüllt mit Menschen, so dass ich mich dafür beglückwünschte zu spät zu Fuß gegangen zu sein.

Auf den Straßen wurde es schließlich immer einsamer. Keine Menschen mehr weit und breit, auch die Autos wurden weniger. Irgendwie fühlte ich mich wie am Arsch der Welt dort oben am Hang. Ohne die richtige Richtung genau zu wissen ging ich über die Straße nach links an einem Uboot mit dem Namen Barcelona vorbei, das dort mitten auf der Straße stand. Links war das Museum. Wie geplant ca. 1800 in das Museum rein. Der Eintritt kostet nur 3€. Für Spezialvorstellungen kostets 2€ extra. Ich wollte mir die Astronomievorstellung geben, leider war die aber ausverkauft. Sonst gab’s nicht mehr an Sondervorstellungen. Vorbei ging es als erstes am Museumshop an dem man irgendwann wieder raus kommen muss. Das Ding hab ich erst gar nicht beachtet, da es nur Zeit kostet, da ich eh nicht mitnehmen kann oder will. In einer Spirale ging es 5 Stockwerke in den Keller.

Dort gibt’s nichts zu sehnen, außer einem alten Schlauch, der die Zeit verdeutlichen soll. Das nächste Mal den Fahrstuhl. Unten angekommen gab es auch die eigentlichen Exponate. Mir war klar dass das Ganze für Kinder gedacht ist. Trotzdem waren die Exponate äußerst interessant gemacht. An jedem konnte man irgendwas verändern, das irgendeinen physikalischen Hintergrund verdeutlichen sollte. Für jemanden mit wissenschaftlicher Ausbildung sind das alles bekannte Sachen, wobei die aber äußert clever interaktiv aufbereitet sind. Ein paar Deutsche sind mir gleich von Beginn aufgefallen, die durch das Ding mit ihren Kindern gezogen sind ohne auch nur irgendwas zu verstehen oder zu verstehen wollen. Vielleicht lag es an der Sprache. An jedem Exponat stand in drei Sprachen eine ausführliche Erklärung von dem Exponat. Ohne das zu lesen oder die Hintergründe zu kennen, macht das einfach keinen Sinn da an irgendwas rumzudrehen.

Trotzdem wurde irgendwie an allem gespielt, ohne sich auch nur im Geringsten für den Text zu interessieren. Das haben aber auch die wenigsten gemacht. Im Keller war die eigentliche Ausstellung. Dazu gab’s noch einen begehbaren Regenwald, der über die 5 Stockwerke reichte. Mit künstlichem Regen nach gewisser Zeit und riesigen Fischen, wie in einem Aquarium. Die Stockwerke nach oben gab es dann auch nichts mehr weiter zu sehen. Dort waren nur noch die Räume mit den speziellen Vorstellungen. Nach einem Telefonat ging’s dann auch wieder raus aus dem Museum in die dunkle einsame Nacht vor dem Museum. Zu Fuß ging es den Hang runter irgendwie Richtung Stadtzentrum. Nach einigen Minuten waren auch wieder mehr Menschen auf den Straßen. Ich wollte nicht wieder mit der Metro fahren, sondern weiter zu Fuß durch die Stadt nach Gracia. Die Straßen waren recht verwinkelt und ich hatte einige Probleme die richtigen Straßen zu finden, obwohl die alle an Ecken ordentlich beschriftet sind.

Über eine Brücke und einem großen Platz ging es dann schließlich von Nordwesten nach Gracia rein. Das Straßenbild änderte sich schlagartig mit vielen kleinen Läden, Bars und Restaurants. Viele Menschen auf den Straßen, so dass kaum ein Durchkommen möglich war. Nach endlosem weiteren Laufen, dann nach links auf den Diamantenplatz abgebogen und dort kurz etwas ausgeruht. Der Platz soll in Zeiten des Bürgerkrieges einen Bunker gehabt haben, der irgendwann mal für die Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden soll. Auf dem Platz waren Stühle von Restaurants, wo auch einige Menschen draußen saßen. Mir wurde es immer kälter, obwohl es eigentlich gar nicht so kalt war. Den Tipp von Ralf hatte ich noch im Planeten stehen, so wollte ich auf die Perla in die Perla RocknRoll Bar. Ein Blick auf die Karte sagte mir, dass es nur eine Straße weiter sein sollte. Die Bar hatte natürlich geschlossen. Gegen 2100 war ich einfach viel zu früh dran. Die Bar war auch komplett verrammelt, so dass ich die auch erst mal nicht gleich gefunden hatte. Dann halt erst mal nicht, vielleicht später.

Mittlerweile war es Zeit sich zum Aufwärmen und Quatschen zurück zur Diagonal ins Hostel zu begeben. Das dauerte noch einmal recht lange bis ich angelangt bin. Auf der anderen Straßenseite noch Bier geholt und anschließend hoch. Im Treppenhaus hat man auch schon die Musik von der „Rezeption“ gehört. Auf dem Tisch standen auch wieder einige Getränke. Der Portugiese, die Amis, der Ire und die Polinnen waren auch schon da. Die Polinnen beschäftigten sich auf dem Zimmer mit irgendwas, während die anderen den Getränken und der Musik frönten. Erst mal ausgezogen und das Netbook angeschmissen, geredet, etwas getrunken und Reisebericht getippt. Im Aufenthaltsraum liefen auch ständig die aktuellsten Filme auf Englisch. Irgendwann kamen ca. 6 neue Leute an, womit die Rezeption komplett gefüllt war und die Ankömmlinge gleich mal den richtigen Eindruck bekamen.

Irgendwann stellte sich die Frage der Abendgestaltung. Das war gegen 0030. Wir beschlossen in irgend eine Bar auf der Rambla zu gehen. Warum weiß ich nicht mehr. Die Bar war ein Technoschuppen mit für mich sehr schlechter Musik. Den anderen hatte es gefallen, na gut. Während der ganzen Zeit hab ich dort nur ein kleines Bier getrunken, da bei mir keine richtige Partystimmung aufkommen wollte. Ich mich die ganze Zeit mit dem Iren und dem Türken unterhalten. Mittlerweile hatten die Amis, insbesondere die Ex-New Yorkerin ordentlich getankt, was die aus NY komplett weggehauen hat. Irgendwann wurde es mir zu bunt und ich wollte rüber nach Raval ins Moog um andere Mucke zu haben. Die Leute wollten dann plötzlich aber auch noch ins Razzmatazz. Das konnte ich wiederum begrüßen und wollte mitgehen. Die Bande war aber so raus, das das eine gefühlte Stunde dauerte bis wir los konnten. Nicht ohne noch eine Schlägerei wegen Unwichtigkeiten anbahnen zu lassen, die zum Glück nicht verwirklicht wurde.

Den einen Lehrer aus NY hab ich vergessen zu Fragen für was er Lehrer ist. Wahrscheinlich Sport und sein Training macht er nachts in Brooklyn. Auf der Rambla war zu der Uhrzeit einiges los. Über all standen Leute mit Bierdosen zum Verkauf. Das 0,33er für ein Euro, was recht akzeptabel ist, aber eigentlich ganz und gar nicht erlaubt. Dazu gab’s noch einige Leute die Essen aus dem Handkörbchen verkauften. Ich wollte ein Sandwich, was ebenfalls 1€ kosten sollte. Was drauf ist verstand er nicht, so griff ich mir eines. Trotz der Dunkelheit konnte ich die graue Wurst schimmern sehen. Grauwurst par excellence. Das Ding flog gleich mal in den Müll. Nicht wegen der Grauwurst, sondern wegen der Wurst an sich. Die anderen sind auch nicht daran gestorben.  Anschließend ging es dann rein in den nächsten Metroschacht auf der Rambla. Die anderen machten sich erst gar keine Mühe zu bezahlen, sondern sprangen mehr oder weniger elegant über die Absperrungen der Fahrausweiskontrolle.

Ich war gewillt zu zahlen, aber die Automaten irgendwie überhaupt nicht. Also auch rüber zum Bahnsteig. Per Metro ging es dann in das Industriegebiet nur zwei oder drei Stationen weiter. Die Metro war komplett mit Menschen gefüllt wie zur besten Rushhour 0700 oder so. Allerdings wurde geraucht und getrunken. Kurz vor dem Aussteigen sah es an der Rauchentwicklung aus als wenn einer abbrennen würde. Das war allerdings nur seine ordentliche Sportzigarette, die in Sekunden die ganze Bahn in Rauch einhüllte. Der Pulk bewegte sich nun zum Eingang des Razzmatazz. Trotz der vielen Menschen ging der Einlass erstaunlich schnell. Auch hier gab es wieder Bier und Essensverkäufer auf der Straße. Der Einlass von 15€ wurde per Kreditkarte bezahlt um Bargeld zu sparen. Das Teil ist wohl eines der größten Clubs in Barcelona, wenn nicht der größte. Zahlreiche Indieacts spielen hier auf. Auf fünf oder sechs Tanzflächen geht es ordentlich ab. Kurz nach dem Einlass hatten wir uns gleich verloren. Kurz durch das gesamte Gelände und festgestellt, dass es wohl keine Hoffnung mehr gibt uns irgendwie wiederzufinden. Heute war elektronische Musik auf allen Tanzflächen angesagt.

In einem Raum irgendwo oben kam auch gute Musik. Auf der Bühne waren ein DJ, daneben Monitore und Beamer mit abgefahrenen Projektionen. Nicht so bunt und spektakulär, sondern alles schön dreckig, genauso wie die Musik. Erst stand ich rum und beobachtete das Ganze. Irgendwann wollte ich doch was trinken. Da tauchte der Ire plötzlich auf. Der teilte mir mit, dass ich eine Karte für ein Freigetränk bekommen habe. Hatte ich gar nicht mitbekommen. Nach ewigem Anstehen an der Bar und permanenter Ignorierung durch die Barfrau bekamen wir unseren Wodka-Cola. Das Getränk reichte noch eine ganze Zeit während ich mich mit ihm versuchte zu unterhalten. Irgendwann ist der dann verschwunden, meinte er müsste jemanden finden. Ich hatte keine Lust mehr und ging raus Richtung Metro. Ich hatte gehört, dass die Linie Samstagnacht noch fährt. Macht sie auch, aber nur die andere Richtung.

Am Eingang meiner Richtung war wieder mal ein Gitter davor. Also ohne weiter zu überlegen in ein freies Taxi an der roten Ampel eingestiegen und dem diesmal den richtigen Platz gesagt. Juan Carlos. Ist eigentlich einfach. Die Verwechslung vom Vorabend war die, das es tatsächlich einen Platz St Juan mit einem Basilisk gibt. Ohne Probleme wieder rein ins Hostel. Dort lagen die Amis auf und vor den Sofas der Rezeption. Ich hatte noch ein Bier im Kühlschrank, was ich mir gleich genehmigte während ich mich mit den anderen unterhielt. Die Unterhaltungen gingen dann bis ca. 0800 im Aufenthaltsraum weiter, wo ich dann übermüdet auf einem der Sofas schließlich einschlief, weil es einfach viel wärmer als im Zimmer war. Der NYer schlief da schon längere Zeit auf einem anderen Sofa.


Tag davor…

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