🇪🇬 2009 Ägypten – Tag 1 – Kairo

Eigentlich war diese Reise anders geplant gewesen, aber R. sprang ein um kurz mal Ägypten zu erkunden. Der Flug nach Kairo ging gegen 0100 vom Flughafen Berlin Tempelhof ab, wo wir kurz vorher das Auto irgendwo in der Nähe geparkt hatten. Das war natürlich eine recht dämlich Zeit für einen Flug um irgendwohin zu gelangen. Der Flug dauerte ca. 4h und ging über Osteuropa und dann immer am Nil entlang. Obwohl es dunkel war, sah es von oben recht interessant aus mit den ganzen Lichtern und Strassen. Die Einreiseprozedur bestand aus irgendeiner Gebühr, der Abgabe von einem Foto und irgendetwas was an den Perso geheftet wurde.

Draussen wurden wir von jemandem abgeholt und ins Hotel gebracht. Auf der Fahrt durch ganz Kairo sah man immer wieder verschanzte Posten auf den Strassen und an den Ecken. So richtige MG-Stellungen. Um die Uhrzeit waren die Strassen allerdings fast komplett leer, was wir später nicht noch mal so sehen sollten. Direkt an unserem Hotel in Gizah, unmittelbar an den Pyramiden (Kairo Mövenpick Pyramids) war auch so eine MG_Stellung. Die Zimmer bestanden aus einer Art Bungalows, wobei jeder auch eine Terrasse hatte. Wir kamen aus dem Winter und beschlossen erstmal draussen bei etwas besserem Wetter was zu trinken bis es schließlich hell wurde. Wir beschlossen das Schlafen sein zu lassen und gingen direkt zum Frühstück über und anschließend weil es gar nicht weit war in Richtung Pyramiden.

Aus Gizah kommen waren die ziemlich umzäunt, so dass man gezwungen war einen Eintritt von vielleicht 5€ pro Person zu entrichten. Drinnen gabs dann einige Menschen, die versuchten ihre Sachen anzudrehen. Als wir die überwunden hatten gings an den riesigen Steinhaufen entlang weiter in Richtung des Schiffes. Wir hätten uns vielleicht vorher mal etwas informieren sollen, allerdings wussten wir ja bis vor einer Stunde gar nicht wohin wir wollten. Irgendwo konnte man auch in die Pyramiden rein, allerdings war das arg eng und ziemlicher Andrang, so dass wir einfach weiter gingen. Insgesamt war das nicht so sonderlich spektakulär. Wir gingen einen ganz grossen Bogen links um die Ausgrabungsstätten, um dann schließlich direkt in diesen zu sein. Da konnte man bisschen in Kammer rumgehen und nirgends war ein Mensch weit und breit. Allerdings gabs da nichts weiter zu sehen.

Mittlerweise war es recht warm geworden und wir sind einfach so in die Wüste gestürzt. An der Sphinx vorbei gings zurück in Richtung Gizah, wo wir schließlich die Strasse in Richtung Innenstadt weiterliefen. Die Strasse ging ewig geradeaus und wir schafften es schließlich nach einiger Zeit bis zu einer U-Bahn-Station. Bis dahin die einzige U-Bahn in ganz Afrika. Als erstes stiegen wir in einen leeren Wagen ein, bis wir drinnen wieder an der nächsten Station rausgescheucht wurden, weil das der Frauenwagen war. Die Männerwägen waren vollkommen überfüllt. Damit fuhren wir die wenigen Stationen bis ca. Tahir-Platz. Am Rande des Platzes sahen wir das Aegyptische Museum und entschlossen uns spontan da rein zu gehen. Vor dem Museum sah es aus wie vor einer Kaserne.

Der Eintritt war nicht gerade billig, aber anscheinend erstmal ok fuer so was. Im Museum stellte sich aber schnell heraus, dass es etwas duerftig eingerichtet war. Beschreibungen zu den Ausstellungsstuecken waren so gut wie nie vorhanden. Nicht einmal eine Bezeichnung. Das war dann natuerlich nicht so schoen, wenn man nicht mal weiss was man sich da betrachtet. Insgesamt wirkte das Museum auch nicht so besonders aufgeraeumt. Das ganze war dann eher etwas enttaeuschend, aber immer noch ok. Wir gingen danach noch etwas durch die Gegend des Tahir-Platzes, wo es hauptsaechlich Schuhlaeden gab. In einem speziellen Getraenkeladen deckten wir uns noch mit einigen Bierdosen ein und machten uns wieder auf den Rueckweg.

Im Schaufenster des Alkoholladens machten wir uns noch ueber die Pseudomarkennahmen der Getraenke lustig, die teilweise aaeusserst absurd waren. Mittlerweile war es wieder dunkel geworden. Wir fuhren wieder mit der U-Bahn zu der Umsteigehaltestelle zu der ewig langen Strasse nach Gizah. Der Verkehr war jetzt dort richtig extrem geworden und wir hatten Probleme die Strasse zu ueberqueren. In einem Laden deckten wir uns mit Kippen und Saft ein und fragten schliesslich einen Uniformierten nach dem Weg. Der konnte erstaunlich gut Englisch, so dass wir schnell einen Bus in die Richtung fanden.

Die Fahrt kostete vielleicht 10 ct. Der Bus war allerdings extrem ueberfuellt, so dass ich auf der Treppe aussen stehen musste. Das war aber gar nicht mal schlecht, da ich so etwas filmen und Fotos machen konnte. Der Verkehr war echt extrem und alle fuhren mit wildem gehupe durch die Gegend. Ab und zu kam auch mal eine Schafherde quer ueber die 10 spurige Fahrbahn mitten in Kairo. Die Fahrt dauerte auch eine Weile, wodurch uns erst wieder bewusst wurde was fuer eine weite Strecke wir gelaufen waren. Irgendwie ging das dann auch wieder ganz leicht zum Hotel, wo wir dann den Tag beendeten.


nächster Tag…

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